Städte und Gemeinden sind ein Ort zum Treffen, zum Einkaufen und Bummeln, aber auch für die Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen Dienstleistungen. Belebte und lebendige Innenstädte sind gern gesehen und laden zum Verweilen ein. Es ist das pulsierende Leben, das man sucht, gerade in diesen Zeiten. Leider hat die Corona-Pandemie vielen Städteplanern, Händlern und Bürgern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Feste fielen aus und der Lockdown bescherte den Städten keinen Besucherandrang. Damit die Innenstädte und Dorfzentren nicht durch Leerstände geprägt, sondern an Attraktivität gewinnen, hat das Land das Programm „Zukunft Innenstadt“ aufgelegt. „Als Teil des ‚Neuen Hessenplans‘ hat das Programm das Ziel Hessens Städten und Gemeinden dabei zu helfen, Ideen zur Belebung der Zentren umzusetzen. Die Anmeldezahlen von 111 Teilnehmern war dabei so überwältigend, dass die ursprünglich 12 Mio. Euro auf 27. Mio. Euro mehr als verdoppelt wurden“, freut sich die CDU-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Ines Claus.

Insgesamt erhält der Landkreis Groß-Gerau davon 1.093.180 Euro. Hiervon gehen 593.180 Euro in den südlichen Teil des Kreises, ins besonders jeweils 250.000 Euro an Büttelborn und Trebur und 93.180 Euro an Mörfelden-Walldorf. „Mörfelden-Walldorf fiel unter anderem besonders durch seine Projekte des ‚urbanen Wohnzimmers‘, des ‚Outdoor-Office‘ sowie dem ‚Stadt-Garten‘ und dem ‚Bürgerdialog“ auf. Es ist schön zu sehen, dass hier vor Ort so innovative Ideen zur Stadtgestaltung entstehen“, zeigt sich Claus überzeugt.

Besondere Vorhaben können mit bis zu 250.000 Euro gefördert werden. Beispielhafte und vorbildliche Projekte werden dabei gesondert unterstützt. Eines dieser drei Projekte ist von der Stadt Rüsselsheim eingereicht worden. „Ich freue mich für die Stadt Rüsselsheim, dass sie mit ihrem Leuchtturmprojekt den 2. Preis, dotiert mit über 750.000 Euro, gewonnen hat. Das Konzept sieht vor, die Innenstadt zu beleben, indem man ein Erlebnis durch Begegnungen schafft. Alle Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer können nun gemeinsam überlegen, was geplant und umgesetzt werden soll“, berichtet die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz.

„Das Landesprogramm kann durch das Programm des Bundes für „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ergänzt werden. Der Bund fördert ebenfalls Konzepte von Städten und Gemeinden zur Verbesserung der Lage in den Innenstädten. Unter anderem sollen diese krisenfester gemacht werden. Hierzu stehen insgesamt 250 Mio. Euro zur Verfügung“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer.

„Wir wollen, dass Hessens Städte und Gemeinden nach der Pandemie besser dastehen als vorher. Bereits vor dem Jahr 2020 gab und gibt es einen starken Druck im Bereich Handel. Der Onlineverkauf macht den Geschäften starke Konkurrenz. Eine lebendige Innenstadt lebt aber von seinen Geschäften. Darum arbeitet der Hessenplan auch mit dem ‚Bündnis Innenstadt‘ zusammen, bestehend aus den Kommunalen Spitzenverbänden, dem Handelsverband, der Handelskammer sowie der DEHOGA und der Stadtplanerkammer. Gemeinsam wollen wir Wege und Möglichkeiten finden, unsere Städte und Gemeinden wieder zu einem Zentrum des Lebens, einem Ort der Vielfalt und der Einkaufsmöglichkeiten zu machen. Feste sollen gefeiert werden und Menschen sollen sich treffen und an einer schönen Stadt bzw. Gemeinde erfreuen. Das macht das Leben vor Ort auch lebens- und liebenswert“, schließt Claus ab.

Das Programm wurde im Mai 2021 ins Leben gerufen. Es läuft bis 2023 und beinhaltet derzeit insgesamt 40 Mio. Euro.

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