Unser Dank geht an Frau Professor Raab für die Transparenz. Die Vorschläge zum Zukunftskonzept der Leiterin der Kreisklinik können ein erster Ansatz sein, dieses Ziel zu erreichen.
Die CDU im Kreis Groß-Gerau fordert den Landrat auf ein tragbares Konzept mit anderen Partnern zu erarbeiten und den Verdacht einer vom Landrat verursachten Insolvenzverschleppung auszuräumen!
In einer gemeinsamen Sitzung der Kreistagsfraktion und des Kreisvorstandes sowie der Bürgermeister der CDU hat sich die Union intensiv mit dem vorgelegten Zukunftskonzept zur Kreisklinik und der aktuellen Sicht auf die Finanzsituation beschäftigt. Aus Sicht der Christdemokraten muss unverzüglich gehandelt werden, um die medizinische Versorgung der Menschen insbesondere im Südkreis sicherzustellen.

Mit Blick auf die zurückliegende Finanzsituation und die aktuelle Leistungsfähigkeit der Klinik (Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe) ist die Insolvenzverschleppung durch Landrat Thomas Will zu prüfen. Allein diesen Punkt erreicht zu haben, sei gegenüber den Beschäftigten unverantwortbar.
Dankbar sind wir dafür, dass durch Frau Prof. Raab endlich Transparenz in die unhaltbaren finanziellen Vorgänge rund um die Klinik gebracht wurde und man nun, wenn auch mit drei verlorenen Jahren Verzögerung, ungeschönt betrachten könne, wo man eigentlich steht.
Dieser Aufgabe ist Landrat Thomas Will in den vergangenen Jahren nicht nachgekommen. Hier stellt sich die Frage, ob nicht sogar ein vollständiges Organisationsversagen vorliegt. Jetzt gelte es allerdings der Aufgabe, für die man als Politik im Kreis verantwortlich ist, auch nachzukommen und in
die Zukunft zu blicken.
Sicher ist für die CDU, dass die Herausforderungen die zu bewältigen seien, in der derzeitigen Rechtsform der Klinik und ohne einen kompetenten und starken Partner nicht allein stemmen kann. Ziel muss es
sein, am Standort der Kreisklinik einen Ort der medizinischen Versorgung zu erhalten. Schnell muss die Gesundheitsversorgung der Menschen rund um die Uhr auf hohem Niveau gewährleistet werden. Die finanziellen, personellen und fachlichen Potentiale müssen zielgenau für die Menschen
eingesetzt werden.
Für die CDU ist daher einer der möglichen Wege, den Betrieb des Medizinischen Versorgungszentrums am Standort der Kreisklinik dem GPR Rüsselsheim anzugliedern, ergänzt um Teilaspekte des vorgelegten
Zukunftskonzeptes. Es erscheint sinnvoller dem GPR eine festgeschriebene und damit kalkulierbare Summe zum Betrieb dieser Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Damit können gleich mehrere der
aktuellen Probleme gelöst werden.
Das Personal der Kreisklinik könne weiterhin in Groß-Gerau im medizinischen Bereich beschäftigt werden. Grundsätzlich entstünden Synergien zwischen den Standorten Rüsselsheim und Groß-Gerau, die
einen optimalen Einsatz der Beschäftigten ermögliche. Notfallversorgung für schwerstkranke Patienten und planbare Operationen können in Rüsselsheim stattfinden, wo durch die große Intensivstation und eine moderne Notaufnahme schon heute die benötigte Infrastruktur vorhanden ist.

Der Sozialsektor kann nach der stationären Behandlung jedoch mehr leisten. Für den Standort Groß-Gerau muss letztendlich mit den Fachleuten geklärt werden, welche Einrichtungen neben dem klassischen
MVZ benötigt werden und sinnvoll erscheinen. Schaffe man es nicht, mit allen politischen Kräften an einem Strang zu ziehen und damit ein zukunftsfähiges Model für die jetzige Kreisklinik zu
finden, laufe man Gefahr, die Gesundheitsversorgung im Kreis zu verschlechtern. Soweit dürfe es nicht kommen und daher stehe die CDU im Kreis geschlossen für mutige und neue Wege, bei denen das Wohl der Menschen immer an erster Stelle stehen müsse.

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