„Insgesamt 30.000 Euro erhält Mörfelden-Walldorf vom Land als Ausgleich für den Fluglärm. Natürlich bemühen wir uns immer, Lärmbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Bis es aber weitere Lösungen gibt, erhalten betroffene Kommunen Ausgleichszahlungen“, so die Landtagsabgeordnete Ines Claus.
Mit den Mitteln will die Stadt Theaterstücke mit Kita- und Grundschulkindern vorbereiten, betreuen und aufführen lassen. „Das ist eine hervorragende Idee zur Förderung der Kinderkultur. Mit den 30.000 Euro werden die Personalkosten, Gagen, Werbung, Mieten und Technik gezahlt. Ein Kinder- und Jugendtheater belebt nicht nur die Stadt, sondern fördert auch die Kreativität unserer Kleinsten und Jüngsten. Hier können sich alle Mädchen und Jungen künstlerisch entfalten und frühzeitig einen Erstkontakt spielerisch sowie niederschwellig zur Kultur bekommen. Über diese Projekte freue ich mich“, erklärt die Abgeordnete.
Das Land Hessen stellt mit dem Regionallastenausgleichsgesetz jährlich 4,5 Millionen Euro für Städte und Gemeinden im Umfeld des Frankfurter Flughafens bereit. Das Geld stammt aus den Dividendeneinnahmen des Landes für dessen Fraport-Aktien. Die Mittel werden nach einem festen Schlüssel verteilt, der sich daran orientiert, wie stark eine Kommune von Fluglärm belastet ist und wie viele ihrer Einwohnerinnen und Einwohner betroffen sind.
Verwendet werden können sie unter anderem zur Aufwertung von öffentlichen Freizeit- und Ruhezonen, zur Belüftung/Klimatisierung von öffentlichen Gebäuden, in den Bereichen "Soziales und Bildung" oder für Kinder- und Jugendbetreuung. Mörfelden-Walldorf stehen für die Jahre 2017 bis 2021 jeweils 216.000 Euro zu. „Ich finde es gut und gerecht, dass sich die Fraport AG an der Milderung der Fluglärmproblematik finanziell beteiligt. Es zeigt, dass der Flughafen als wichtigster Arbeitgeber der Region sein Umfeld nicht im Stich lässt und Verantwortung übernimmt“, schießt Ines Claus ab.

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