„Ein erster wichtiger Schritt der Anerkennung ist in diesem Sommer in Gestalt der „Büchnerstadt“-Verleihung durch den Hessischen Innenminister Peter Beuth erfolgt, die ich ebenfalls mit begleitet und unterstützt habe. Nun folgt eine finanzielle Förderung durch das Land. Im Rahmen von Anträgen zum Landeshaushalt 2020 liegt nun ein CDU-Antrag vor, der die jährliche Förderung von 75.000 Euro zunächst über drei Jahre vorsieht. Im Sommer 2019 habe ich meinen Abgeordnetenkollegen, die wertvolle Arbeit um die Büchnerbühne und des Büchnerhauses präsentieren können. Der Arbeitskreis war beeindruckt von der wichtigen Arbeit, die insbesondere die Verantwortlichen Christian Suhr und Peter Brunner gemeinsam mit der Stadt und hier allen voran Bürgermeister Marcus Kretschmann (CDU) leisten. Als es nun um die Fraktionsanträge ging, habe ich mich dafür eingesetzt, dass eine Förderung schnell zustande kommt. Mein Dank gilt insoweit dem zuständigen Arbeitskreis, meiner Fraktion und natürlich der Fraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN, die ihn mittragen. Möglich wurde die Förderung, weil es nun gelungen ist, die Institutionen unter einer Dachmarke zu führen. Damit wir die Förderung verstetigen können, müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen.

Für mich hat dieser Antrag einen doppelt wichtigen Charakter: Zum einen bewahrt und wertschätzt er das Gesamtwerk eines wichtigen Sohns unseres Kreises. Unbestritten ist Georg Büchner in Hessen, in einer Reihe mit Johann Wolfgang von Goethe, den Gebrüdern Grimm und natürlich auch Luise Büchner zu nennen. Hessen ist insgesamt reich an Kulturschätzen und von großer kultureller Vielfalt geprägt. Kunst und Kultur können den Blick auf die Welt verändern und neue Denkanstöße ermöglichen. Ihre Förderung ist eine öffentliche Aufgabe und als Staatsziel in der Hessischen Verfassung verankert. Wir schätzen das Engagement zahlreicher ehrenamtlich Tätiger im Kulturbereich. Deswegen ist dieser Antrag auch wichtig für die allgemeine Stärkung des Kulturverständnisses. Gerade in Zeiten von Vereinzelung und Rückzug müssen wir hier gezielt Schwerpunkte setzen. Nicht nur die Mediennutzung darf unser Spiegel sein, wir müssen gerade unseren Kindern die wohnortnahe Möglichkeit von Theater und Kultur präsentieren können. Neben diesem Ansatz zählt auch der höchstmoderne Gedanke der Entschleunigung: Raus aus dem rasanten Alltag, rein ins Theater. Unsere Aufgabe ist diese Werte zu unterstützen und zu transportieren. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam drauf hinwirken werden, dass dieser Gedanke und die Förderung verstetigt werden können.“ erklärte Ines Claus.

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